Übernachten bei Oma und Opa - Tipps und Ratschläge damit es gelingt - inkl. Packliste


Gerade wenn es dein erstes Kind ist, wird es dir vielleicht schwer fallen die Verantwortung in andere Hände zu geben und auch die Trennung von deinem Kind kann dir unendlich schwer fallen.

Dabei hat es viele Vorteile, wenn du dein Kind auch mal eine Nacht bei Oma und Opa verbringen lässt. Für dich und deinen Partner bedeutet dies nämlich schlicht und einfach Paarzeit! Die hattet ihr bestimmt schon lange nicht mehr.

Stellt sich also die Frage, wie die Übernachtung bei Oma und Opa zum Erfolg wird.

Wann ist mein Kind bereit bei den Großeltern zu übernachten?

Grundsätzlich gibt es keinen richtigen oder falschen Zeitpunkt dafür. Viele Eltern nehmen die Möglichkeit der Betreuung durch Oma und Opa bereits im Babyalter in Anspruch, weil es evtl. aus beruflichen Gründen nicht anders möglich ist.

Ist das Thema noch neu bei euch, dann solltest du es langsam aufbauen. Lasse dein Kind, ähnlich wie bei der Eingewöhnung in die Kita erst einmal Stundenweise bei den Großeltern alleine. Du kannst in dieser Zeit z. B. Einkaufen, dich mit einer Freundin treffen oder ähnliches. Bald wirst du merken, dass dein Kind schon traurig ist, wenn du wieder kommst, da dann die spannende Zeit mit Oma und Opa vorbei ist. 

Als nächstes kannst du dein Kind auch schon mal ganze Vormittage, Nachmittage oder auch ganze Tage bei den Großeltern alleine lassen. Wenn es dann Abholzeit oder Nachhause-Bring-Zeit ist und dein Kind gerne noch länger bei Oma und Opa geblieben wäre, ist der perfekte Zeitpunkt einen Satz wie "Vielleicht kannst du das nächste Mal ja bei Oma und Opa übernachten" einzubringen.

Wenn dein Kind dann selbst den Wunsch äußerst Übernacht bleiben zu wollen, ist es definitiv so weit.

Die erste Nacht bei Oma und Opa - Tipps zur Vorbereitung 

Damit sich dein Schatz an die Situation woanders zu schlafen gewöhnen kann, ist es durchaus hilfreich, wenn Oma oder Opa dein Kind bei dir zu Hause auch schon mit dir oder alleine ins Bett gebracht hat. Die Großeltern lernen eure Zu-Bett-geh-Rituale kennen und dein Kind ist daran gewöhnt auch mal Oma und Opa vor dem schlafengehen zu sehen. Wenn es euch möglich ist, übt das vor der eigentlichen Nacht auswärts.

Eine gute "Übung" ist es auch, den Mittagsschlaf bei den Großeltern verbringen zu lassen. So kann dein Kind sich ganz leicht daran gewöhnen nicht im eigenen Bett zu schlafen. Es weiß, dass Mama und Papa da sind wenn es aufwacht oder kurz drauf abgeholt wird. Du wirst schnell merken, was deinem Kind gut tut.

Angekommen bei den Großeltern, kannst du beispielsweise zum Kaffee bleiben, damit sich dein Kind nicht abgegeben fühlt und sich mit dir zusammen etwas einleben kann.

Wenn dein Sonnenschein dann doch ängstlich gegenüber der Übernachtung ist, ist das vollkommen in Ordnung. Einfach wird es, wenn für den nächsten Tag eine Überraschung geplant ist. Vielleicht ein Ausflug mit Oma und Opa in den Zoo? Ein Besuch im Schwimmbad? Das geliebte Kuchen oder Plätzchen backen mit Oma? In diesem Fall ist es auch gut, wenn du dein Kind erst am Abend zu Oma und Opa bringst und die Großeltern es am späteren Nachmittag am Folgetag wieder zu dir bringen. Dann ist die Trennungszeit nicht zu lang.

Dein Kind soll aber wissen, dass wenn es überhaupt nicht schlafen kann und furchtbar Heimweh hat, jederzeit zurück in sein Bett kann. Biete es an, verunsichere dein Kind aber nicht durch ständiges Wiederholen. Glaube an dein Kind und dann glaubt es auch an sich.

Die Großeltern auf die Übernachtung vorbereiten

Du kannst Vertrauen in deine Eltern oder Schwiegereltern haben. Immerhin haben sie bereits Kinder großgezogen. Dennoch ist es gut, wenn du auch die Großeltern auf die Übernachtung ihres Enkelkindes vorbereitest.

Schlafenszeiten & Essgewohnheiten

Informiere die Großeltern über die Schlafenszeiten und Schlafgewohnheiten deines Kindes gerne noch einmal. Natürlich hilft es den Großeltern auch, wenn sie wissen was ihr Enkelkind am Morgen gerne isst oder was es überhaupt nicht mag. Sei aber nicht zu ängstlich oder vorsichtig. Ein wenig mehr Schokolade oder eine Kugel Eis und auch eine halbe Stunde länger aufbleiben schaden deinem Kind nicht, lösen bei ihm aber eine regelrechte Hochstimmung aus und es freut sich auf den Besuch bei Oma und Opa.

Notfallkontakte

Gib deinen Eltern oder Schwiegereltern für den Zweifelsfall aber eine Liste mit wichtigen Telefonnummern mit, damit sie dich erreichen können, falls doch mal etwas schief gehen sollte. Es ist besser diese Liste zu haben und sie nicht zu brauchen als anders herum. 

Die Tasche zum Übernachten packen

Eine der häufigsten Fragen ist auch, was dein Kind alles für eine Übernachtung bei Oma und Opa braucht. Ich habe dir eine kleine Packliste erstellt, damit du auch an alles wichtige denkst. Überlege dir auch zusammen mit den Großeltern, was vielleicht gleich für die Zukunft fest bleiben soll.

  • Zahnputzsachen
  • Schlafanzug
  • Wechselkleidung 
  • evtl. Wickelsachen
  • Schnuller
  • passende Kleidung/Schuhe falls ein Ausflug geplant ist (z. B. Schwimmsachen)

Dein Kind freut sich noch mehr auf die Übernachtung, wenn es auch selbst seinen Kinderrucksack packen darf. Gib deinen Kind die Aufgabe, alles in seinen Kinderrucksack zu packen, was es bei Oma und Opa zum spielen braucht. Achte evtl. darauf, dass das Lieblingskuscheltier oder -buch dabei ist, was beim Einschlafen auf keinen Fall fehlen darf.

Wenn das Heimweh ruft!

Das Enkelkinder Heimweh bekommen, wenn sie bei Oma und Opa sind ist völlig normal. Gerade wenn es das erste Mal ist, dass sie woanders als im eigenen Bett schlafen. Doch was tun, wenn das Heimweh ruft?

Die Option, das Kind dann nach Hause zu bringen oder abholen zu lassen ist natürlich eine Lösung. Aber vielleicht ist die Entfernung dafür zu groß oder aus anderen Gründen gerade nicht möglich.

Für Oma und Opa heißt, dass dann trösten, beruhigen und ablenken. Eine Runde mehr kuscheln oder sogar zu Oma und Opa ins Bett schlüpfen ist eine gute Lösung. Dann fühlt sich das Enkelkind nicht mehr so allein und kann beruhig einschlafen.

Ablenkung steht auch ganz oben als Tipp an Großeltern. Dann ist schon mal ein kleines Eis, der Lieblingskeks oder eine Folge der Lieblingsserie* erlaubt. Das Heimweh ist dann meist schnell vergessen und dein Kind hat eine positive Erfahrung gemacht.

 

Der Anruf bei Mama und Papa ist die Lösung, wenn alles davor nichts geholfen hat. Wenn dein Schatz deine vertraute Stimme hört und dir von seinen Erlebnissen mit Oma und Opa erzählen kann, wird das Heimweh schnell wieder verschwinden. Noch besser: ein Videoanruf. So sieht dein Kind dich, weiß das alles in Ordnung ist und das Abenteuer mit Oma und Opa kann weitergehen.

Gute Vorbereitung

Eine gute Vorbereitung für die erste Nacht bei Oma und Opa ist auch das gemeinsame Lesen eines Buches. So weiß den Kind ganz genau wie die Übernachtung ablaufen wird. Ich kann dir hier das Buch Jakob übernachtet bei Oma und Opa* sehr empfehlen. Die Bilder sind wunderschön und dein Kind wird sich auf die baldige anstehende Übernachtung bei den Großeltern freuen.

 

 

 

 

*Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekomme ich von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.


Hinterlasse einen Kommentar